Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

#90 Verhängnisvolle zweite Chance: Martha McKay und das Snowden House

Shownotes

Es ist später Abend, als die Polizei zum altehrwürdigen Snowden House gerufen wird. Dort bietet sich ihnen ein schrecklicher Anblick: Die Besitzerin des Anwesens wurde ermordet. Den Cops läuft es kalt den Rücken herunter, denn in diesem Haus geschah schon mal ein Mord - und dieser ist mit dem heutigen auf eine Art und Weise verknüpft, die niemand je erahnt hätte …

Ergänzende Infos zum Fall auf www.instagram.com/mordhochzwei.truecrimepodcast

Credit: MORD HOCH ZWEI Ein Podcast von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler Hosts, Redaktion, Produktion und Schnitt: Nadine d’Arachart, Sarah Wedler / d’Arachart Wedler GBR Kontakt: ⁠⁠kontakt@darachartwedler.de⁠⁠

Shownotes:

Quellen (Auswahl): https://people.com/woman-murdered-by-same-man-who-killed-mom-cousin-23-years-earlier-11849933 https://abcnews.go.com/US/arkansas-woman-murdered-person-murdered-mother-23-years/story?id=69854438 https://www.mirror.co.uk/news/world-news/woman-forgave-mothers-killer-gave-36539605 https://www.express.co.uk/news/us/2157236/martha-mckay-murdered-travis-lewis-after-forgiving-him-killing-her-mother https://www.southernfriedtruecrime.com/126-the-snowden-murders

Bildlizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Transkript anzeigen

00:00:02: Stell dir vor, es ist ein ganz normaler Abend.

00:00:06: Du bist zu Hause und genießt die Ruhe.

00:00:08: Es ist Mittwoch, die Hälfte der Woche liegt bereits hinter dir und du entspannst dich nach ein paar anstrengenden, aber auch erfüllenden Tagen.

00:00:16: Vielleicht liest du ein Buch oder siehst ein wenig fern, während die Zeiger der Uhr langsam, aber unaufhaltsam immer weiter auf Mitternacht zuwandern.

00:00:25: Dann auf einmal hörst du etwas.

00:00:28: Geräusche.

00:00:29: Zuerst denkst du, du hast dir die Laute nur eingebildet oder sie kommen vom Haus, der Heizungsanlage, irgendetwas, das eine harmlose Erklärung erlaubt.

00:00:38: Aber dann wiederholen sich die Geräusche und du musst erkennen, das ist nicht die Heizung.

00:00:43: Es ist auch nicht das Holz deiner Böden, das arbeitet.

00:00:47: Dafür klingen die Laute viel zu sehr nach Schritten.

00:00:50: Den Schritten eines Menschen.

00:00:52: Und sie sind nicht alles, was du vernimmst.

00:00:55: Du hörst auch einen Ratschen und Klappern, als würden Schubladen und Schränke geöffnet und durchwühlt.

00:01:01: Da begreifst du?

00:01:02: In deinem Zuhause, an deinem sicheren Ort, befindet sich ein Einbrecher.

00:01:07: Kurz bist du wie er start vor Angst, aber dann fällt dir der Panic-Button ein.

00:01:12: Ein Knopf, der bei dir installiert ist und mit dem du in Sekunden schnelle, ganz unauffällig die Polizei rufen kannst.

00:01:19: Du stehst auf, schleichst zu dem Knopf und drückst ihn.

00:01:23: Aber dabei erlebt der Einbrecher genau das gleiche wie eben noch du.

00:01:27: Er hört deine Schritte und er gerät ebenfalls in Panik.

00:01:31: Aber diese veranlasst ihn nicht dazu abzuhauen.

00:01:34: Stattdessen steht er auf einmal vor dir.

00:01:37: Mit einem

00:01:38: Messer.

00:02:13: Achtung, das hier ist ein True Crime Podcast.

00:02:16: Es werden möglicherweise Themen behandelt, die verstörend wirken oder dich triggern könnten.

00:02:24: Ja und damit herzlich willkommen zu unserer heutigen Folge Mordhoch II.

00:02:28: Ich bin Sarah

00:02:29: und ich bin Nadine und wir präsentieren euch hier wahre Kriminalfälle, mal unbekannt, mal bekannt,

00:02:35: mal

00:02:35: geklärt und mal ungeklärt.

00:02:37: Wenn euch Mordhoch II gefällt, dann lasst uns gerne ein kostenloses Abo und eine Bewertung da.

00:02:42: Mit wenigen Klicks unterstützt ihr uns und helft uns dabei zu wachsen.

00:02:46: Danke schonmal im Voraus.

00:02:48: Wir freuen uns, dass ihr auch heute wieder eingeschaltet habt, denn diesmal haben wir ein Fall im Gepäck, den ich, als ich zum ersten Mal davon gelesen habe, ziemlich unglaublich fand.

00:02:56: Und ich muss euch sagen, hätten wir die Geschichte so in einem unserer Thriller geschrieben, er hättet sie uns um die Ohren gehauen.

00:03:01: Aber

00:03:01: sowas von.

00:03:03: Aber bevor wir dazu kommen, haben wir ein kleines Update für euch.

00:03:06: Und zwar zu einem Fall, über den wir Ende Dezember, zwei Tausendfünfundzwanzig in Folge siebenundachtzig berichtet haben.

00:03:13: Nämlich dem Fall von Jenny Scharinger.

00:03:15: Er erinnert euch?

00:03:17: Sie war mit einer Freundin was trinken, ließ sich später von ihrem Partner bzw.

00:03:21: Ex-Partner abholen und wurde danach nie mehr lebend gesehen.

00:03:25: Fast acht Jahre lang war sie spurlos verschwunden.

00:03:28: Aber ihre Mutter hat die Suche nie aufgegeben und am Ende hat ihr Ex die Tag gestanden.

00:03:34: Jetzt hat der Anwalt von Jennys Mutter allerdings einen Verdacht ins Spiel gebracht.

00:03:39: Er ist nämlich überzeugt, dass der Ex einen Helfer gehabt haben muss.

00:03:43: Es ist nämlich wohl so, dass er Jennys Leiche nicht etwa wie zuerst vermutet in einem Koffer, sondern in einer etwa achtzehn kilo schweren Kiste aus der Wohnung im ersten Stock getragen haben muss, wobei Jenny allein etwa sechzig Kilo wog.

00:03:57: Und der Anwalt meint nun, das könnte er nicht alleine geschafft haben.

00:04:01: Außerdem sei sein Auto eigentlich auch zu klein für den Transport der Kiste.

00:04:06: Der Anwalt beantragt deshalb eine Rekonstruktion der Tat bzw.

00:04:10: der Leichenbeseitigung.

00:04:12: Sollte der Ex wirklich einen Helfer gehabt haben, wer könnte das gewesen sein?

00:04:16: Und war derjenige auch an dem Mord beteiligt?

00:04:19: Wir halten euch auf jeden Fall über das auf dem Laufenden, was weiterhin herauskommt.

00:04:24: Entweder hier oder auf unserem Instagram-Kanal Mordhochzweil.Truegram Podcast.

00:04:29: Die zwei ist ausgeschrieben.

00:04:30: Ich finde das so süß.

00:04:31: Ihr schreibt mir immer so Nachrichten und ihr schreibt immer irgendwas mit zwei anderen Klämmen.

00:04:35: Die zwei ist ausgeschrieben.

00:04:36: Das ist so lustig.

00:04:37: Ich habe noch mal zwei Fragen.

00:04:39: Die zwei ist ausgeschrieben und so.

00:04:42: Ganz viel sowas.

00:04:42: Ich finde das total cool.

00:04:43: Das

00:04:44: finde ich auch cool.

00:04:45: Also folgt uns da auf jeden Fall, wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt oder vielleicht auch mal eine Nachricht mit die Zweis ausgeschrieben schicken wollt.

00:04:51: Ja unbedingt!

00:04:52: Schreibt einfach mal so einen Kommentar, die Zweis ausgeschrieben hat.

00:04:55: Schreibt es einfach überall

00:04:56: hin.

00:04:57: Und auch wenn ihr mehr Infos zu den Fällen haben möchtet, denn wir posten da auch öfter Bilder zu den Folgen und ja, da könnt ihr euch dann immer gut zusätzlich informieren.

00:05:05: Jetzt aber zu unserem heutigen Fall.

00:05:13: Wir behandeln heute den tragischen Fall von Martha McKay.

00:05:17: Es ist der fünfundzwanzigste März, am Horst Shoelake, Arkansas.

00:05:24: Ein regnerischer Tag, an dem die Temperaturen kaum an der zwanzig Gradmarke kratzen.

00:05:30: Doch trotz des trostlosen Wetters ist der Anblick, der sich einbietet, wenn man sich dem Seeufer über den nahen Highway one hundred forty seven nähert, wunderschön.

00:05:41: Durch ein Tor gelangt man auf das Grundstück des Snowdenhaus, ein Anwesen, das sich hier schon seit nineteenhundertneunzehn befindet.

00:05:49: Hinter einer Zufahrt, gesäumt von Bäumen, die wie Schaulustige auf der Wiese stehen, gelangt man zum Hauptgebäude, das mit seinen Säulen und den verzierten Bögen prachtvoll in den Himmel ragt.

00:06:01: Es ist in unschuldigem Weiß gestrichen.

00:06:04: und die Polizisten, die an diesem Tag nach einem Notruf aus dem Haus hier auftauchen, verbinden mit Sicherheit schöne Erinnerungen damit.

00:06:12: Denn im Snowdenhaus finden häufig

00:06:14: Hochzeiten, Partys

00:06:16: und andere Veranstaltungen statt, für die es in der Gegend bekannt ist.

00:06:20: Aber heute ist etwas anders.

00:06:23: Martha, die Besitzerin des Anwesens, die mit ihrer Präsenz und ihrem Scham normalerweise sogar noch heller strahlt als das Gebäude selbst, ist nicht in Sicht.

00:06:33: Alles wirkt still und unbelebt.

00:06:36: Die Korps halten also vorm Haus und steigen aus ihren Wagen.

00:06:40: Blaulicht zuckt über die Fassade und durch die Wipfel der Bäume, an denen nach dem Winter gerade einmal wieder erstes zartes Frühlingsgrün spriest.

00:06:50: Hallo?

00:06:51: Ist da jemand?

00:06:52: Mrs.

00:06:52: McKay?

00:06:54: Niemand antwortet den Polizisten, aber als sie das Haus vorsichtig mit der Waffe im Anschlag umrunden, fällt ihnen etwas auf.

00:07:01: Die Hintertür steht offen.

00:07:04: Der Wind lässt sie immer wieder ein Stück auf und zu schwingen.

00:07:08: Ein Einbruch denken sie sofort.

00:07:10: Jemand muss sich Zugang zum Hausfaschaft haben.

00:07:14: Sie treten ein, rufen Warnungen in die Stille des Gebäudes hinein.

00:07:17: Hier spricht die Polizei, ist jemand hier?

00:07:20: Machen sie sich bemerkbar.

00:07:22: Nichts.

00:07:24: Stille.

00:07:25: Sie beginnen also das Haus zu sichern und dann auf einmal hören sie Schritte im ersten Stock.

00:07:32: Die Polizisten laufen hinauf.

00:07:34: bereit den Einbrecher zu stellen.

00:07:36: Doch er gibt ihm keine Chance dazu.

00:07:39: Ohne zu zögern, ohne sich auch nur umzudrehen, öffnet er ein Fenster und springt heraus.

00:07:45: Und beinahe zeitgleich bietet sich den Korps im Inneren des Hauses ein schrecklicher Anblick.

00:07:51: Am oberen Treppenabsatz liegt eine reglose Frau mit langen braunem Haar.

00:07:56: Sofort erkennen sie, es ist Martha, eingewickelt in Decken, und umgeben von einer Lache ihres eigenen Blutes.

00:08:05: Mit geübten Auge stellen die Polizisten fest, es wurde nicht nur auf sie eingestochen, sondern auch geschlagen.

00:08:13: Wahrscheinlich von dem Mann, der gerade aus dem Fenster gesprungen ist.

00:08:17: Und sofort überläuft die Kopf sein Schauer, als ihn klar wird.

00:08:21: Das ist nicht das erste Mal, dass sich im malerischen Snowdenhaus ein solches Verbrechen abspielt.

00:08:27: Vor drei Jahren wurden hier schon mal zwei Menschen ermordet.

00:08:32: Und eine davon war Mavas Mutter.

00:08:41: Dieser Fall beginnt nämlich nicht am fünfundzwanzigsten März, sondern in Wahrheit schon dreiundzwanzig Jahre früher.

00:08:49: Doch der Ort bleibt derselbe.

00:08:51: Das Notenhaus am Horst-Schuleiken Arkenzau.

00:08:55: Diese Gegend befindet sich irgendwie zwischen zwei Welten.

00:08:59: Sie liegt im Mississippi Delta und ist somit geprägt durch die Blueskultur afroamerikanischer Einflüsse und eng miteinander verwobene Dorfgemeinschaften.

00:09:09: Doch sie gehört auch noch zu den Südstaaten, wo man gläubig und sozial ist, wo man Country und Traditionen liebt.

00:09:15: Für beide Regionen gilt, dass das Leben hier langsamer gelebt wird.

00:09:20: Kein Wunder, denn die Winter sind kurz und mild, aber die Sommer lang und heiß.

00:09:24: Und man passt sich der Wärme an, der hohen Luftfeuchtigkeit, die dafür sorgt, dass die Natur rund um den See, einem wuchenden Paradies, aus hohen zu pressen, duftenden Magnolien und raschelndem Sumpfgras gleicht.

00:09:37: Man kann hier gut leben.

00:09:38: Erst recht, wenn man aus einer der alteingesessenen Familien stammt, die es hierzu etwas gebracht haben.

00:09:44: So wie Sarah Day, genannt Sally, geborenes Snowden.

00:09:49: Sally wurde nineteenhundertundzwanzig geboren und zwar an eine interessante und vielseitige Familie.

00:09:56: Ihr Vater Bob war Pilot im Ersten Weltkrieg.

00:09:59: Damals war er schon mit seiner späteren Frau Grace zusammen, auch in deren Eltern, die heirat erst nach dem Krieg erlaubten.

00:10:07: Während des Krieges ließ sich Grace, obwohl sie aus einem wohlhabenden Elternhaus stammte und eigentlich nicht hätte arbeiten müssen, zur Krankenschwester ausbilden, um Bob für den Fall, dass er verletzt würde, selbst pflegen zu können.

00:10:20: Aber die beiden hatten Glück.

00:10:22: Bob kam unverletzt heim und sie heirateten und zogen auf das Grundstück am Horsschulake.

00:10:28: Das Land dort war sehr fruchtbar und sie gründeten eine Baumwollplantage.

00:10:33: Aber die Pflegerei ließ Bob nie ganz los.

00:10:36: Deshalb gründete er auch ein Unternehmen, das Luxusdoppeldecker baute, aber während der Depression in den Breißigern pleite ging.

00:10:43: Die Plantage florierte dafür und Bob sterzte später, für einen Piloten bin ich ein verdammt guter Farmer.

00:10:50: Sowieso war Bob jemand, der als sehr humorvoll, einnehmend und charismatisch galt.

00:10:56: Kam er in einen Raum, konzentrierte sich sofort alles auf ihn.

00:11:00: Grace dagegen war kultiviert, zurückhaltend, großzügig, stets gut gekleidet und perfekt frisiert.

00:11:07: Am Anfang, als sie auf die Plantage zogen, war Grace irritiert von den Leuten, mit denen sie es dort zu tun bekam, den einfachen Arbeitern, die sie als Raufbäude bezeichnete.

00:11:17: Aber sie lebte sich schnell ein, engagierte sich wohltätig und steckte viel Zeit in einer aufwendige Renovierung der Plantage.

00:11:25: Sally hatte drei Geschwister und eine unbeschwerte Kindheit, entschied aber nicht auf der Plantage, am Horse-Shoe-Lake zu bleiben.

00:11:32: Nach einer gescheiterten ersten Ehe, heiratete sie David McKay?

00:11:36: einen professionellen Schauspieler aus New York und zog mit ihm an die Westküste, wo auch Tochter Martha geboren wurde und aufwuchs.

00:11:44: Aber je älter sie wird, desto mehr zieht es sie nun wieder nach Hause an den Horstshoelake.

00:11:50: Das alte Haus ihrer Kindheit wird inzwischen, genau wie das gesamte Anwesen von ihren Geschwistern verwaltet und Sally beteiligt sich da nun gern.

00:11:58: Sie liebt diesen Ort und verbindet damit unzählige schöne Erinnerungen.

00:12:03: Und so ist sie am zehnten September, mal wieder dort.

00:12:08: Aber nicht allein.

00:12:10: Mit ihr befindet sich ihr Nephew Joseph Baker, genannt Lee, auf dem Anwesen.

00:12:15: Er ist zu diesem Zeitpunkt, zweiundfünfzig Jahre alt und ein bekannter Blues-Musiker in Memphis, Tennessee.

00:12:21: Lee hatte zuletzt dabei etwas Pech.

00:12:24: Sein Haus ist abgebrannt, weshalb er in dem alten Familienhaus am Horstschuleig untergekommen ist.

00:12:30: So verbringen seine Tante und er einen gemütlichen spätsamer Abend in einem Gästehaus auf dem Grundstück, in dem die zur Zeit übernachtet.

00:12:38: Nichts ahnt, dass es ihr letzter sein wird.

00:12:42: Denn in dieser Nacht schleicht sich ein Einbringling auf das Anwesen.

00:12:47: Er bricht in das frühere Gästehaus ein, in dem Lee Baker untergekommen ist.

00:12:52: Es ist dunkel, die Uhr zeigt schon nach Mitternacht und der Einbrecher denkt, er hat leichtes Spiel.

00:12:59: Er schleicht durch die Räume, durch Wütschubladen nach Bargeld, Schmuck, vielleicht einer Uhr oder etwas Kleim, das er schnell verschärbeln kann.

00:13:07: Aber dann hört er Geräusche.

00:13:10: Sally und Lee sind wach.

00:13:12: Sally, die die typischen Geräusche des alten Hauses kennt, hat etwas Ungewöhnliches vernommen und ist aufgestanden, um nachzusehen.

00:13:20: Lee, der Musiker mit dem lockeren Lebensstil, der gerade erst sein eigenes Haus verloren hat, ist auch alarmiert.

00:13:27: Gemeinsam überraschen sie den Einbrecher auf frischer Tat und in diesem steigt jetzt Panik auf.

00:13:34: Wenn sie die Kops rufen, ist er geliefert.

00:13:37: Dann wandert er in den Knast und sein Leben endet, noch bevor es richtig begonnen hat.

00:13:42: Denn was hat er als Vorbestrafter schon noch für Möglichkeiten?

00:13:47: Auf keinem Fall will er im Gefängnis landen und danach will den Rest seines Lebens gebrannt markt sein.

00:13:53: Doch dann fällt ihm etwas ein, das ihn erleichtert.

00:13:56: Er hat eine Waffe dabei.

00:13:58: Eine Pistole.

00:14:00: Mit steifen Fingern tastet er nach dem Metall des Laufs, zieht die Waffe hervor.

00:14:06: Dann tauchen auch schon Lee und Sally auf und sind im ersten Moment wie vor den Kopf gestoßen.

00:14:12: Denn sie kennen den Einbrecher und sie hätten sowas von ihm nie erwartet.

00:14:17: Beherzt konfrontieren sie ihn mit seiner Tat.

00:14:20: Und der Einbrecher verliert die Nerven.

00:14:22: In diesem Moment der Konfrontation, wo alles eskaliert, schießt er.

00:14:28: Zuerst auf die seventy-fünfjährige Sally.

00:14:31: Sie geht zu Boden und wenig später wird auch Liegetroffen.

00:14:35: Mehrere Schüsse heilen durch die Nacht.

00:14:38: Blut spritzt an die hellen freundlichen Wände des Gästehauses, dann sacken die Opfer leblos in sich zusammen.

00:14:45: Der Einbrecher, immer noch in totaler Panik, weiß, dass er Spuren verwischen muss.

00:14:51: Und er weiß auch, dass sich dazu etwas am besten eignet, dass er einfach entfachen kann.

00:14:57: Ein Feuer.

00:14:58: Er zündet das Haus an, die Flammen breiten sich in dem alten Gebäude schnell aus, fressen sich durch die Holzböden und die Wände.

00:15:06: Und der Einbrecher flieht in die Dunkelheit.

00:15:09: Aber Nachbarn bemerken, dass vom Snowdenanwesen Rauch aufsteigt und rufen die Feuerwehr.

00:15:15: Die Feuerwehrleute sind jetzt erstmal total perplex.

00:15:19: Bei Lee Baker hat es doch erst gebrannt.

00:15:22: Jetzt kommt er bei seiner Familie unter und dort bricht auch wieder ein Feuer aus.

00:15:27: Das erscheint Ihnen wie ein komischer Zufall und wie Sie später berichten, löst es ein ganz eigenartiges Bauchgefühl bei Ihnen aus.

00:15:36: Sie sind überzeugt, das stimmt etwas nicht.

00:15:39: Und so eilen Sie zum Anwesen und leiten sofort alles in die Wege, um den Brand zu löschen.

00:15:45: Doch die Löscharbeiten enthüllen etwas Grausames.

00:15:49: Die teils verkohlten Leichen von Sally und Lee.

00:15:53: Kurz glauben Sie an ein Unglück, bei dem die beiden ums Leben gekommen sind.

00:15:57: weil sie es einfach nicht rechtzeitig nach draußen geschafft haben, um den Flammen und dem giftigen Rauch zu entkommen.

00:16:04: Aber die Obduktion der beiden Leichen enthüllt etwas anderes, das ihr euch bereits denken könnt.

00:16:10: Nicht das Feuer, sondern die Pistolenkugeln haben Lee und Sally getötet.

00:16:15: Es war also ein eiskalter Mord.

00:16:19: Und so beginnen die polizeilichen Ermittlungen und es wird schnell festgestellt im Haus vielen Wertgegenstände.

00:16:26: Und außerdem ist Sallys roter Toyota Camry verschwunden.

00:16:30: Sie suchen die Umgebung ab und finden ihn schon nach kurzer Zeit.

00:16:35: Nur etwa eine Meile westlich, total zerstört, denn der Wagen ist gegen einen Baum gekracht.

00:16:41: Der Motor ist noch warm, die Türen stehen offen, als wäre jemand in Panik rausgesprungen und weggelaufen.

00:16:48: Natürlich wird das Auto sofort abgeschleppt, sichergestellt und untersucht.

00:16:52: Und hierbei finden die Ermittler nicht nur Fingerabdrücke, sondern auch ein Haar, das nicht Sally gehört.

00:16:59: Das Auto wird damit zum entscheidenden Beweistück.

00:17:02: Gleichzeitig durchkämmen die Deputies die kleine Community rund um den Horstschulake.

00:17:08: Sie befragen Nachbarn, Arbeiter, alle, die irgendwie mit dem Anwesen zu tun haben.

00:17:14: Und schnell rückt Einnahme in den Fokus.

00:17:18: Travis Santé-Louis, gerade sechzehn Jahre alt, Der Sohn von Gladys Lewis, die seit Jahren als Haushälterin für die Snowdens arbeitet.

00:17:27: Travis ist praktisch auf dem Grundstück aufgewachsen, kennt jeden Winkel, hat als Kind mit den Snowdenenkeln und Liebbakers Söhnen gespielt.

00:17:37: Er lebt mit seiner Familie in der Nähe oder laut einigen Quellen sogar auf dem Anwesen und war an genau diesem zehnten September nineteenhundertsechsohneunzig von der Schule suspendiert.

00:17:48: Und in vielen Quellen findet man jetzt, dass das für die Ermittler ein erster Anhaltspunkt war, der ihn verdächtig machte.

00:17:54: Für mich ist das jetzt nicht so ganz nachvollziehbar, da der Einbruch ja mitten in der Nacht stattgefunden hat.

00:17:59: Aber vielleicht habe ich da auch einfach ein Brett vor dem Kopf gerade.

00:18:02: Also ich verstehe das nicht so, dass das so gemeint ist, er ist von der Schule suspendiert worden und begeht dann den Einbruch und... von der Schule suspendiert worden ist er ja nicht nachts, das ist schon klar, sondern ich denke, dass das der Auslöser gewesen sein soll.

00:18:14: Er ist in der Schule suspendiert worden und das war quasi so der Antrieb für ihn eine Straftat zu begehen, also etwas zu machen.

00:18:20: Er hat vielleicht so gedacht, der Ruf ist jetzt eh ruiniert oder ich schaffe jetzt eh meinen Abschluss nicht mehr oder was auch immer und hat das dann als Anstoß genommen, um eben dann auch noch straffällig zu werden.

00:18:29: Also so verstehe ich das.

00:18:31: Das macht sogar Sinn, weil es nämlich auch so ist, dass die Polizisten jetzt relativ schnell herausfinden, dass er wohl Drogen nimmt und dass er mit kleinen Diebstählen wohl regelmäßig seinen Konsum finanziert.

00:18:40: Also das ist dann quasi auch bekannt.

00:18:42: Und vielleicht war es ja auch so, dass er wegen dieser Suspendierung von der Schule sich dann irgendwie zu knallen wollte und dafür schnell irgendwie Geld besorgen wollte, würde er vielleicht auch sein ergeben.

00:18:50: Ja, könnte ich mir auch vorstellen.

00:18:51: Also ich verstehe einfach diese Suspendierung als Auslöser.

00:18:54: Gucken wir mal weiter.

00:18:56: Die Polizei lädt ihn jetzt nämlich auf jeden Fall zur Vernehmung vor.

00:19:00: Travis wirkt dabei nervös, er schwitzt und erleugnet alles.

00:19:04: Sie machen einen Lügendetektortest, er besteht ihn allerdings knapp.

00:19:09: Aber die Ermittler können und wollen den Verdacht gegen ihn nicht fallen lassen.

00:19:12: Sie haben bei ihm einfach ein mieses Gefühl und darum unterziehen sie den sechzehnjährigen einem zweiten Lügendetektortest diesmal mit präziseren Fragen zu den Schüssen, zum Feuer, zum Einbruch.

00:19:25: Und diesmal scheitert er.

00:19:27: Die Nadeln schlagen aus, sein Körper verrät ihn.

00:19:30: Travis bricht zusammen und gesteht zumindest den Einbruch.

00:19:35: Er sei nur da gewesen, um zu stehlen, sagt er, aber ein Freund hätte die Waffe gehabt und geschossen.

00:19:41: Die Polizei überprüft das sofort, aber der angebliche Komplize hat ein wasserdichtes Alibi und es gibt auch keine Spuren von ihm am Tatort oder im Auto.

00:19:51: Stattdessen passen die Laborergebnisse zu Travis.

00:19:54: Das Haar stammt von ihm, die Fingerabdrücke ebenfalls.

00:19:58: Er hat außerdem für die Tatzeit kein Alibi und kennt sich auf dem Anwesen bestens aus.

00:20:04: Und so wird er des Mordes an Sally, Snowden, McKay und Lee Baker angeklagt.

00:20:10: Wegen der Schwere des Verbrechens droht ihm nun die Todesstrafe und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu vermeiden, bekennt sich Travis im April, und um das zu verme.

00:20:27: Er wird dann zu achtundzwanzig-einhalb Jahren Gefängnis verurteilt, aber mit der Aussicht auf Bewährung nach einem Großteil der Zeit.

00:20:35: Dies geschieht vermutlich wegen seines jungen Alters.

00:20:38: Bei seiner Verurteilung ist er gerade erst achtzehn.

00:20:42: Travis kommt nun also ins Gefängnis und es ist klar, dass er viele Jahre dort verbringen wird.

00:20:47: Aber einer Person geht er dabei nicht so richtig aus dem Kopf und das ist Martha, die Tochter von Sally.

00:20:54: Schauen wir uns Martha jetzt einmal genauer an.

00:20:58: Martha McKay wurde in den letzten Jahren in California geboren, und zwar wie schon gesagt in Kalifornien, wohin ihre Eltern nach der Heirat gezogen waren.

00:21:07: Ihr Vater, David McKay, war ein professioneller Schauspieler aus New York, der in Filmen und Theater gearbeitet hat.

00:21:15: Martha wächst in San Francisco auf, besucht die Familie in Arkansas aber regelmäßig und verbringt ihre Sommer am Horschulake.

00:21:23: Sie studiert später an der University of Washington und gilt als geschäftstüchtig.

00:21:29: Genau wie ihre Mutter hat aber auch sie eine Sehnsucht nach dem Haus am See, die sie einfach nicht loslässt.

00:21:37: Immer wieder scheint dieser Ort, an dem sie in ihrer Kindheit glückliche Ferien verbracht hat, sie förmlich zu sich zu rufen.

00:21:44: Und schließlich hört Marfa auf den Ruf aus der Ferne.

00:21:48: In ihren Dreißigern kauft sie das Snowden House, das zu dem Zeitpunkt etwas heruntergekommen ist.

00:21:55: Ihre anderen Verwandten sind einfach schon zu alt, um sich angemessen darum zu kümmern.

00:22:00: Martha möchte aber, dass es von Leben erfüllt ist und auf keinen Fall in Vergessenheit gerät.

00:22:06: Sie investiert Zeit und Geld in eine Renovierung und will daraus ein Bed and Breakfast machen, was für Hochzeiten, Partys und Events vermietet wird.

00:22:15: Ihre Bemühungen sprechen sich in der Gegend herum und sie bekommt jetzt den Spitznamen Lady of the Lake.

00:22:21: Ja und Sarah, ich habe hier mal ein Foto von ihr, das du bitte mal beschreibst, weil du kennst ja meine Beschreibungen.

00:22:27: Ja, meine sind ja auch nicht viel superer, aber ihr wisst ja, ihr könnt euch die Bilder auch auf Instagram angucken.

00:22:36: Aber ich versuch's noch mal trotzdem mit der Beschreibung.

00:22:38: Und zwar sieht Martha, wie ich finde, echt nett aus.

00:22:41: Sie hat lange braune Haare, so ein bisschen hell gestrehend, würde ich sagen, trägt einen Seitenscheitel, hat ein freundliches, offenes, eher breites Gesicht, braune Augen.

00:22:51: Sie lächelt auf dem Bild leicht, hat sich so ein bisschen zurückgelehnt, sieht eigentlich sehr entspannt und relaxed aus, finde ich.

00:22:57: Sie sieht sehr gepflegt aus, irgendwie wie eine Frau, die gut auf sich achtet.

00:23:00: Und sie trägt etwas... Ich wollte schon sagen, hey Lila, aber ich glaube, das Bild ist nur etwas überlichtet und sie kriegt was Weißes.

00:23:07: Ich finde, wenn man so das Anwesen hört und Lady of the Lake und so, dann stellt man sich ein bisschen eine andere Person vor.

00:23:15: Aber nicht unbedingt besser oder positiver, würde ich sagen, sondern einfach nur so ein bisschen anders.

00:23:20: Weil als ich das Bild dann gesehen habe, habe ich doch gedacht, ach ja klar, super modern natürlich schon irgendwie.

00:23:25: Super modern und auch, wie jemand da zupacken kann,

00:23:27: finde ich.

00:23:28: Ja.

00:23:28: Aber wie eine Lady im altmodischen Sinne.

00:23:31: Also man denkt ja irgendwie an so was altmodisches, wenn man die ganze Zeit hört Anwesen und so weiter und man denkt dann irgendwie, ja, ein älter aussehendes Bild und dann eben auch an so eine typische Lady und dann sieht man sie und dann denkt man, ja, aber die machte schon richtig.

00:23:45: Ja, moderne, geschäftstüchtige Frau.

00:23:48: Martha's Arbeit zahlt sich jedenfalls aus und das Anwesen wird zu einem Symbol für Freude und Neuanfang in der gesamten Gegend.

00:23:56: Es ist auch Martha's wichtigster Lebensinhalt, sozusagen ihr Lebenswerk.

00:24:01: Sie hat zwar insgesamt zweimal geheiratet, aber beide ähneten Entscheidungen.

00:24:07: Dafür legt sie sich einen großen, schwarzen Hund zu, mit dem sie dann immer am See spazieren geht.

00:24:13: Sie erlebt schöne, aufregende Zeiten auf dem Anwesen, das dank ihr wieder zu alter Pracht erwacht.

00:24:20: Doch dann geschieht die schreckliche Tat, von der wir euch schon erzählt haben.

00:24:25: Marthas Mutter und ihr Cousin werden kaltblütig ermordet.

00:24:29: Für Martha ist das natürlich ein absoluter Schock.

00:24:33: Ihre Mutter so unerwartet zu verlieren und dann auch auf diese schreckliche Weise ist das wahrscheinlich schlimmste, was sie sich hätte vorstellen können.

00:24:42: Und wahrscheinlich könnte es ihr keiner verdenken, wenn sie das Anwesen am See danach verkauft hätte und nie mehr ein Fuß auf das Grundstück gesetzt hätte.

00:24:52: Aber Martha überrascht alle, die den Fall verfolgen.

00:24:55: indem sie sich für das genaue Gegenteil entscheidet.

00:24:59: Sie wird nicht zulassen, dass der glückliche Ort ihrer Kindheit zu einem morbiden Relikt wird oder zu einem Anziehungspunkt für Schauer-Touristen.

00:25:08: Stattdessen verfolgt sie ihre Pläne weiter und schafft es tatsächlich, dass das Nordenhaus zu einer bekannten und beliebten Party-Location in der ganzen Region wird.

00:25:19: Paare nehmen sich im Zugehörigen Bed & Breakfast außerdem gerne eine kleine Auszeit.

00:25:25: Martha lebt teils in San Francisco, teils in Arkansas und pendelt zwischen den Orten.

00:25:31: Dabei achtet sie stets darauf, ihre innere Mitte nicht aus den Augen zu verlieren.

00:25:36: Sie ist buddhistin und lebt nach Prinzipien wie Mitgefühl und Vergebung.

00:25:41: Sie ist ein freundlicher Mensch, der stets das Gute in Anderen sieht.

00:25:45: Auch in Travis Lewis.

00:25:48: Martha hat nämlich eine ganz eigene Sicht, was die Schuld von Travis angeht.

00:25:53: Sie studiert die Polizeiakten- und Vernehmungsprotokolle intensiv und kommt zu der festen Überzeugung, dass Travis Lewis nicht der alleinige Täter gewesen sein kann.

00:26:04: In seiner ersten Aussage hatte er ja einen Freund als Schützen genannt.

00:26:08: Und Martha hält diese Version für plausibel.

00:26:12: Sie glaubt, Travis sei nur beim Einbruch dabei gewesen und in Panik geraten, während ein Anbera die tödlichen Schüsse abgegeben habe.

00:26:20: Sie sieht in ihm keinen kaltblütigen Killer.

00:26:22: sondern einen jungen aus schwierigen Verhältnissen, der durch Armut, Drogen und vielleicht auch Neid auf den starken Kontrast zwischen seiner Familie und dem Reichtum des Notens zu der Tat getrieben wurde.

00:26:34: Aus dieser Haltung heraus entwickelt Martha ein tiefes Mitgefühl für Travis, das sie selbst als buddhistische Compassion beschreibt.

00:26:43: Ein aktives, urteilsfreies Mitleiden, das nicht nur Verständnis, sondern konkrete Hilfe bedeutet.

00:26:50: Sie beginnt, ihm Briefe ins Gefängnis zu schreiben.

00:26:53: Zunächst um Klarheit zu bekommen, später um eine Verbindung aufzubauen.

00:26:58: Die Briefwechsel finden immer regelmäßiger Stadt.

00:27:02: Die beiden sprechen über Reue, über das Leben und über Vergebung.

00:27:07: Martha besucht Travis mehrmals hinter Gittern, sitzt ihm durch die Trennscheibe gegenüber und hört ihm zu.

00:27:14: Er beteuert ihr gegenüber immer wieder, ihre Mutter nicht erschossen zu haben und bleibt bei der Geschichte mit dem Komplizen.

00:27:21: Diese Treffen und die Briefe festigen Malthas Glauben an seine mögliche Unschuld an den Schüssen und an die Kraft der Rehabilitation.

00:27:29: Denn für Maltha verdient im Leben jeder eine zweite Chance.

00:27:32: Selbst der mutmaßliche Mörder ihrer Mutter.

00:27:37: Als Travis nach drei Jahren Haft im Jahr zwei Tausend Achtzehn auf Bewährung entlassen wird, ist Maltha daran nicht ganz unschuldig.

00:27:45: Sie hat Empfehlungen schreiben an die Behörden geschickt, und ist bei seiner ersten Anhörung zur Bewährung zusammen mit seiner Mutter Gleddes für ihn eingetreten.

00:27:54: Aber sie tut noch weit mehr als das.

00:27:56: Sie nimmt ihn sofort bei sich auf.

00:27:59: Sie stellt ihn als Handwerker und Gärtner auf dem Snowden-Anwesen ein, damit er einen Neuanfang hat und direkt neben seiner Mutter Gleddes arbeiten kann, die weiterhin als Haushälterin dort tätig ist.

00:28:12: In manchen Quellen steht auch, dass Travis zu dieser Zeit auf dem Anwesen wohnt.

00:28:17: In den ersten Monaten läuft dann auch alles gut.

00:28:20: Travis wirkt dankbar, erledigt Reparaturen, pflegt den Garten und scheint sich einzufügen.

00:28:26: Natürlich ist das für ihn nicht ganz einfach, denn er war ja sehr lange im Gefängnis und hat bisher noch nie einen erwachsenen Leben geführt.

00:28:34: Masa hofft aber, dass ihre Hilfe und ihr Vertrauen ihn endgültig auf den richtigen Weg bringen.

00:28:40: Sie ist fest davon überzeugt, dass es klappen kann.

00:28:43: Doch schon bald zeigen sich erste Risse.

00:28:47: Travis rutscht wieder ein alte Verhaltensmuster ab und nimmt erneut Drogen.

00:28:51: Kokain, Mitamphetamin und Marihuana.

00:28:55: Seine eigene Mutter Gleddes erkennt die Anzeichen zuerst und warnt Martha wiederholt und dringt.

00:29:02: Just stay away from Travis, because he's going back to his old ways.

00:29:06: Also übersetzt?

00:29:08: Halte dich von Travis fern.

00:29:09: Er verfällt wieder in alte Gewohnheiten.

00:29:12: Gledis bricht sogar den Kontakt zu ihrem Sohn ab, weil sie seine Rückfälligkeiten nicht ertragen kann.

00:29:18: Sie ist einfach enttäuscht, hat aber auch Angst um ihn und versteht nicht, weshalb er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt.

00:29:25: Masa jedoch, getrieben von ihrer Compassion und ihrem Glauben an zweite Chancen, schlägt die Warnungen zunächst in den Wind und hält an Travis fest.

00:29:35: Der endgültige Bruch erfolgt erst, als Martha ihn zwei tausend neunzehn oder Anfang zwei tausend zwanzig, da variieren die Quellen etwas, beim Stehlen ertappt.

00:29:44: Er nimmt Geld aus der Kasse des Bed & Breakfasts und steht Gegenstände aus dem Haus.

00:29:50: Darunter offenbar auch den Erlös aus dem Verkauf eines wertvollen Kristallleuchters im Wert von zehn tausend Dollar, von dem er wusste, wo das Geld versteckt war.

00:30:00: Martha ist zutiefst enttäuscht und verletzt, als sie klar wird, dass er ihre Gutmöglichkeit so schamlos ausgenutzt hat.

00:30:08: Ruft aber nicht die Polizei.

00:30:10: Stattdessen feuert sie ihn in einem persönlichen Gespräch.

00:30:14: Freundlich aber bestimmt.

00:30:17: Sie erklärt ihm, dass er nun seinen eigenen Weg gehen müsse, verbietet ihn den Zutritt zum Grundstück und schließt das Kapitel für sich ab.

00:30:26: Travis verschwindet aus ihrem Alltag.

00:30:28: Er lebt aber weiter in der Nähe.

00:30:31: Er kämpft offensichtlich mit seiner Sucht und den finanziellen Folgen.

00:30:35: Und dabei baut sich in ihm immer mehr Groll auf.

00:30:40: Vielleicht fragt er sich, weshalb Leute wie Disnodens alles haben und er nichts.

00:30:45: Vielleicht verflucht er mal verinnerlich, weil sie ihn ertappt hat.

00:30:49: Vielleicht schämt er sich aber auch für seine Taten und kommt trotzdem nicht gegen seine inneren Dämonen an.

00:30:55: Wir wissen nicht, was er denkt oder fühlt, aber wir wissen, was er als Nächstes tut.

00:31:01: Am frühen Morgen des fünfundzwanzigsten März, zwei Tausendzwanzig, einem regnerischen und kühlen Tag, bricht Travis, stark unter Drogeneinfluss, erneut in das Snowdenhaus ein, wie er es schon mit sechzehn getan hat.

00:31:14: Wieder sucht er nach Geld und Wertsachen, wieder erkennt er jedes Versteck.

00:31:19: Jetzt nicht mehr aus unbeschwerten Kindertagen, sondern aus der Zeit, als Martha ihn für sich arbeiten ließ, um ihm eine zweite Chance zu geben.

00:31:27: Martha hört die Geräusche, mit denen er das Haus durchsucht.

00:31:31: Sie drückt noch den Panic-Button, um die Polizei zu alarmieren, und hiermit sind wir wieder am Anfang angekommen.

00:31:38: Travis entdeckt sie, in einer Eskalation aus Panik, Drogenrausch und möglicherweise aufgestaute Aggressionen greift er sie an.

00:31:46: Er sticht mehrfach mit einem Küchenmesser zu und schlägt mit einem stumpfen Gegenstand auf sie ein.

00:31:52: Martha schleppt sich bis zum oberen Treppenabsatz, wo sie schließlich zusammenbricht und verstirbt.

00:31:58: Warum Travis sie in die Decke gehüllt hat oder ob sie vielleicht selbst in eine Decke gewickelt war, als sie durchs Haus tapte, wissen wir nicht.

00:32:06: Wir wissen nur, dass die Polizei sie so vorfindet, voller Blut in Decken gewickelt und in einem Zustand, in dem für sie leider jede Hilfe zu spät kommt.

00:32:16: Als die Polizei eintrifft und die Leiche entdeckt, springt Travis aus einem Fenster im Obergeschoss, verletzt sich dabei allerdings nicht oder maximal leicht.

00:32:26: Eines ist für ihn klar.

00:32:28: Auf keinen Fall will er zurück ins Gefängnis.

00:32:32: Wie damals, nach dem ersten Mord im Snowdenhaus, versucht er mit einem Auto zu fliehen, bleibt aber im regennassen Schlamm stecken.

00:32:39: Daher steigt er wieder aus, rennt zum Horst Shoelake, sprintet ins Wasser und verschwindet im See.

00:32:47: Die Cops rufen Verstärkung, fordern Boote und Sonnaren.

00:32:50: Auf dem See wird nun nach Travis gesucht und gleichzeitig durchkämmen die Ermittler das Haus.

00:32:56: Dabei finden sie in der Küche eine Tasche mit Wertgegenständen sowie einem blutigen Küchenmesser darin, der Tatwaffe.

00:33:03: Offenbar wollte Travis sie mitnehmen, um seine Tat zu verschleiern.

00:33:07: Wie gesagt, er wollte nicht zurück ins Gefängnis.

00:33:11: Aber dazu wird es auch nicht mehr kommen.

00:33:14: Stunden später bergen die Suchtrupps eine Leiche.

00:33:18: Er ist im Hors-Shoe-Lake ertrunken.

00:33:20: Ob er nicht schwimmen konnte, durch Drogen benebelt war, oder ob es die Kälte des Wassers war, die ihn hat untergehen lassen, wissen wir nicht.

00:33:28: Doch in jedem Fall fand er sein Ende dort im See.

00:33:31: Nachdem er, mutmaßlich, innerhalb von weniger als fünfundzwanzig Jahren, eine Mutter und ihre Tochter ermordet

00:33:38: hat.

00:33:39: Mafa wurde nur dreiundsechzig Jahre alt.

00:33:43: Beigesetzt wurde sie in einer privaten Zeremonie im kleinen Kreis ihrer Familie, die es leid ist, durch schreckliche Verbrechen im Fokus zu stehen.

00:33:51: Umso tragischer, dass es das Notenhaus anscheinend kein zweites Mal geschafft hat, den Mord hinter sich zu lassen.

00:33:58: Zwar ist es nach wie vor auf Seiten eingetragen, auf denen man Hochzeitslocations mieten kann, aber die Einträge scheinen allzu sein.

00:34:06: Denn hier ist als Kontakt Marfa's E-Mail-Adresse hinterlegt.

00:34:11: Auch auf der Instagram-Seite des Snowdenhauses gibt es seit Jahren keine Einträge mehr.

00:34:16: Und bei Google steht es als dauerhaft geschlossen.

00:34:19: Auf Facebook jedoch sieht es so aus, als würde dort jährlich ein Herbstfest stattfinden, auf dem man Handwerkskunst aus der Region kaufen kann.

00:34:28: Diese Veranstaltung hätte Mafa sicher gefallen.

00:34:32: Mafa hat es geliebt, aus Alten Neues zu machen, ein altes Haus mit neuem Leben zu füllen, alten Gräuel in neue Hoffnung zu verwandeln.

00:34:41: Schlussendlich hat sie für ihren Optimismus allerdings mit dem Leben bezahlt.

00:34:45: Doch ihre Familie ist, so scheint es zumindest, nicht verbittert darüber.

00:34:50: So haben wir auf einer englischsprachigen Seite einen Kommentar gefunden, angeblich von einem Familienmitglied von ihr.

00:34:57: Die Person regt sich über Darstellungen auf, in denen Mafa als naiv bezeichnet wird, weil sie Travis vertraut und ihm Chancen gegeben hat.

00:35:05: Mafa, so sagt er, sei nicht naiv, sondern gütig gewesen.

00:35:09: Man bekommt das Gefühl, dass jeder in der Familie ihre damalige Entscheidung respektiert hat.

00:35:15: Auch wenn sie sie schlussendlich das Leben gekostet hat.

00:35:19: Ja, das war der Fall von Martha MacKay.

00:35:22: Ich möchte aber trotzdem jetzt erst mal über einige Punkte mit ihr reden.

00:35:25: Ja, unbedingt.

00:35:26: Leg mal los, fangen wir an.

00:35:27: Du hast einiges zu sagen, glaub ich.

00:35:29: Ja, also erst mal, wenn das so war, wie krass ist es bitte, dass eine Mutter und eine Tochter vom selben Täter ermordet werden?

00:35:36: Im selben Haus mit so einem riesigen zeitlichen Abstand.

00:35:39: Und auch noch eigentlich mit den gleichen Motiven, nämlich beide Male Habgär.

00:35:42: Ja, finde ich auch richtig krass.

00:35:45: Ich.

00:35:45: bin auch wirklich total hin und her gerissen, was Martha angeht.

00:35:49: Also ich muss ganz ehrlich gestehen, als du mir von dem Fall erzählt hast, als du gesagt hast, da ist eine Tochter, die hat dem Mörder ihrer Mutter eine zweite Chance gegeben, den bei sich wohnen lassen und daraufhin hat er sie ermordet, war ich auch erst mal so ein bisschen okay.

00:36:04: Wie naiv kann man sein.

00:36:05: Also das, was diese Person noch sagt, was man ihr eben nicht vorwerfen soll.

00:36:09: War ich aber trotzdem auf den ersten Weg, wo ich gedacht hab, wer lässt einen Mörder bei sich einziehen und dann noch den Mörder eines Familienmitglieds.

00:36:17: Das hat sich tatsächlich aber ein bisschen bei mir geändert.

00:36:20: Weil ich eben diese Martha als ganz besondere Person vor Augen habe.

00:36:25: Dadurch, dass sie so selber so in sich ruht und so ... Ja, diesen buddhistischen Glauben auch so nachgeeifert ist.

00:36:33: Und eben auch, weil ihre Verwandten sagen, ja, sie waren nicht naiv, sie war gütig.

00:36:37: Sehe ich das eigentlich auch so?

00:36:39: Also ich sehe das eigentlich als sehr, sehr, sehr, sehr große Stärke an, so einem Menschen zu vergeben und dem eine zweite Chance zu geben.

00:36:46: Ich bewundere das ehrlich gesagt auch, denn ich muss auch ganz ehrlich sagen, wenn jemand von mir ermordet würde, ich wäre der... Hasser aller Hassenden für immer und ewig.

00:36:56: Ich könnte nicht vergeben, das

00:36:57: weiß ich.

00:36:57: Aber das würde dich kaputt machen.

00:36:58: Genau darüber, da stand sie so drüber.

00:37:00: Ja, und das ist auch wirklich bewundernswert.

00:37:02: Deswegen bin auch ich so, ich war auch im ersten Moment so.

00:37:05: Ich sag's mal so, wie ich's gedacht hab, ganz schön dumm.

00:37:07: Aber ich bewundere es, ehrlich gesagt, gerade weil ich weiß, dass mir das nicht gelingen würde.

00:37:11: Und das hat dann wahrscheinlich schon was damit zu tun, dass sie wahrscheinlich aufgrund ihres Glaubens da bestimmte innere Kräfte hatte, die ihr da geholfen haben, drüber hinwegzukommen und vielleicht auch wirklich anders gute in ihm und eben sogar auch an seine Unschuld zu glauben.

00:37:22: Ja, glaubst du denn an seine Unschuld?

00:37:24: Eigentlich nicht, weil für mich passt das einfach, was er da gemacht hat, die beiden Taten zusammen.

00:37:29: Und das ergibt für mich auch, ehrlich gesagt, ein entschlüssiges Bild seines Charakters.

00:37:33: Aber mir ist, gerade als wir das vorgelesen haben, ehrlich gesagt, erst aufgefallen, das ja nach der ersten Tat... Das Auto, mit dem er versucht hat zu fliehen, gefunden worden ist und in den Quellen steht.

00:37:43: halt es standen die Türen offen.

00:37:45: Und da ist mir so aufgefallen, wenn nur er in dem Auto gesessen hat, warum stehen denn dann mehrere Türen offen?

00:37:49: und da habe ich überlegt, ob es nicht vielleicht doch zwei Personen waren und die Geschichte mit dem Komplizen, lassen wir es jetzt mal aus dem Vorwehr abgedrückt hat, doch stimmen könnte.

00:37:56: Ja, das ist schon interessant, so mit den beiden offenen Türen.

00:38:00: Aber ich denke, zum einen kann es da mehrere Gründe für geben, wenn er beispielsweise das Diebesgut auf der Beifahrer-Seite hatte.

00:38:08: Unser Beispiel in seiner Panik erstmal aus dem Auto gesprungen ist und dann gedacht hat, ach Mist, das muss ich noch mitnehmen, näher an der Beifahrer-Tür dran war und die deswegen geöffnet hat.

00:38:16: Stimmt, das könnte natürlich auch sein.

00:38:18: Und dann hat er ja einen Komplizen genannt, der aber an Wasserfestes Alibi hatte.

00:38:23: Also, denke ich, er hat sich diesen Komplizen dann wirklich in dem Moment nur ausgedacht, weil sonst hätte der ja nicht zufälligerweise so ein Wasserfestes Alibi.

00:38:30: Und wenn es jemand anderes gewesen wäre, er war ja sowieso bereit zu reden, also offenbar auch jemanden zu verpfeifen, dann hätte er vermutlich den richtigen zweiten Täter genannt.

00:38:38: Ich mein, so rauszuhören, dass du auf jeden Fall von seiner Schuld überzeugt bist, oder?

00:38:42: Ja.

00:38:42: Das glaube ich auf jeden Fall.

00:38:44: Ich glaube nicht, dass er mit so ner Bösenabsicht darin gegangen ist.

00:38:48: Ich glaube jetzt auch nicht, dass er gedacht hat, die sind jetzt reich, die ermorde ich.

00:38:52: Also die Mafa hat das ja so ein bisschen oder bringt ja so ein bisschen Verständnis dafür auf und sagt, wir sind quasi besser gestellt und hatten mehr als er und vielleicht war er einfach ein bisschen eifersüchtig und bringt das ja so als Begründung an und hat da ja irgendwie so Verständnis für.

00:39:07: Ich glaube aber nicht, dass er deswegen so einen Hass auf die hatte.

00:39:10: Ich glaube, dass das eher so war, dass er gedacht hat.

00:39:13: Die sind reich, die merken das nicht oder den tut das nicht so besonders weh, wenn ich den was wegnehme.

00:39:19: Und dann glaube ich auch wirklich, dass die Situation eskaliert sind.

00:39:23: Ich glaube nicht, dass er aus der Familie was angetan hätte, wenn die ihn nicht erwischt hätten.

00:39:27: Das bedeutet jetzt nicht, dass die Familie da Schuld dran hat und das bedeutet auch nicht, dass es irgendwie besser ist.

00:39:32: Aber ich glaube, dass er das nicht geplant hat.

00:39:34: Ich glaube, er ist nicht dahin gegangen und hat die aus Hass und aus Neid umgebracht.

00:39:38: Er hat es also einfach nur in Kauf genommen, dass er erwischt werden könnte.

00:39:41: Und als es dann dazu kam, hat er beide Male die Entscheidung getroffen, dann eben zur Waffe zu greifen.

00:39:46: Ja, wobei man sich dann eigentlich auch die Frage stellen muss, warum hat er überhaupt eine Waffe dabei?

00:39:50: Also, im ersten Mal zumindest, ja.

00:39:53: Ja, aber auch das Messer.

00:39:54: Ich mein, klar, es könnte ja auch aus dem Haus gehabt haben, das wissen wir ja nicht so genau, aber dass er überhaupt sich bewaffnet hat.

00:40:00: Ja, spricht dann schon doch irgendwie dafür, dass er das wirklich auch sehr, sehr billigend in Kauf genommen hat, sie umzubringen.

00:40:07: Ja, muss man ja leider sagen.

00:40:08: Leider

00:40:08: schon.

00:40:09: Was ich auch krass finde, ist, dass seine eigene Mutter den Kontakt zu ihm abgebrochen hat.

00:40:13: Masa aber nicht.

00:40:14: Ja, so ein bisschen selbst überschätzt hat sie sich da, glaube ich auch.

00:40:18: Also sie hat sich da... so sehr an dem Gedanken festgehalten, dass er nicht so der wahre Böse in der Geschichte ist, glaub ich.

00:40:25: Weißt du, ich könnte mir vielleicht auch vorstellen, vielleicht war es für sie ja auch so, dass sie sich gedacht hat, wenn ich es jetzt schaffe, ihm zu helfen, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, dann war der Tod von meiner Mutter und meinem Cousin nicht ganz so umsonst.

00:40:37: Ja, und ich denke dann, in dem Moment, als die Mutter sie gewarnt hat, dass sie sich da vielleicht dann das auch nicht mehr eingestehen wollte, dass sie gescheitert ist, dass sie sich deswegen dann da immer noch weiter reingestürzt hat, ja, man kann ihn ändern und der

00:41:00: Ja, und ich meine, spricht ja auch für sich und das macht den Fall aber auch gleichzeitig irgendwie noch tragischer, dass sie ihn dann, als sie herausgefunden hat, dass er sie bestielt, zwar gefeuert hat, ihn aber offenbar nicht angezeigt hat, denn sonst wäre er ja wahrscheinlich wieder ins Gefängnis gekommen, weil das ja vermutlich ein Verstoß gegen seine Bewährungsauflagen gewesen wäre.

00:41:16: Und das heißt ganz unwissend, also... Ich möchte auf keinen Fall die Schuld geben, aber ein Stück weit hat sie sich dadurch mit ihr eigenes Grab geschaufelt für dich.

00:41:23: Ich glaub, das war eher dann so aus Scham vielleicht.

00:41:26: Vielleicht wollte sie sie nicht so offen zeigen, dass sie gescheitert ist.

00:41:29: Vielleicht wollte sie ihn jetzt auch nicht so komplett reinreiten, weil sie ja vielleicht dann doch immer noch so ein bisschen gedacht hat, der kriegt noch die Kurve oder so.

00:41:36: Ja,

00:41:36: ja, vermutlich.

00:41:37: Und dann ist das Ganze so geändert.

00:41:39: Ja, ich find das ganz schlimm, weil sie so einfach so ein guter Mensch war, so wie wahrscheinlich keiner von uns in der Situation reagiert hätte, reagiert hat.

00:41:47: Und dann wird er das so heimgezeilt, das ist schon übelstragisch.

00:41:52: Und auch so alles so schicksalhaft in dieser ganzen Geschichte.

00:41:58: Also auch, dass der Lee aus seinem brennenden Haus aus, also das Haus hat ja gebrannt, ist abgebrannt, ausgezogen ist, ein anderes Haus kommt, was dann abbrennt.

00:42:07: Also sowas, dass die Martha im gleichen Haus stirbt wie ihre Mutter vom gleichen Menschen getötet wird.

00:42:12: Und dann aber auch, dass der Travis sich am Ende noch so selber Ja, dann so in die Scheiße bringt, dass er dann noch in den See springt und dann dann noch ertrinkt.

00:42:22: Das ist für mich auch so ein ganz rätselhafter Faktor, der das auch schon fast zu so einer Schauergeschichte macht.

00:42:27: Denn, dass er nicht schwimmen konnte, kann ich mir eigentlich gesagt nicht vorstellen, weil er ist ja wirklich an diesem See aufgewachsen.

00:42:32: Und er hat ja im Sommer auch immer damit den Kindern gespielt.

00:42:35: Und ich glaube, wenn du in so einer Umgebung aufwächst, dann spielst du Arm und im Wasser und dann wird dir auch Schwimmen beigebracht.

00:42:40: Dann kannst du das auch, sodass er das nicht konnte.

00:42:42: Weiß ich nicht.

00:42:43: Ich glaube, muss nicht unbedingt sein.

00:42:46: Also ... Ich habe mir jemanden kennengelernt, der ist in der dominikanischen Republik am Meer aufgewachsen und er konnte nicht schwimmen und er hatte auch Angst vor Wasser.

00:42:55: Also das muss nicht unbedingt sein.

00:42:57: Okay,

00:42:57: gut, das muss nicht unbedingt sein, das stimmt schon.

00:42:59: Ja.

00:43:00: Aber es wirkt einfach sehr, sehr schicksalhaft.

00:43:03: Das könnte so eine etwas gruselig angehauchte Netflix-Serie sein über so ein Anwesen, was aber jahrelang wegverflucht ist.

00:43:12: Wie du schon am Anfang gesagt hast, würden wir das in einem Buch schreiben, würden es uns die Leute um die Ohren hauen, weil die sagen würden, niemand würde den Killer seiner eigene Mutter bei sich wohnen lassen.

00:43:21: Doch hat Marfa das gemacht.

00:43:23: Ja, Leute, verratet uns doch auf jeden Fall mal in den Kommentaren, was ihr über den Fall denkt, was ihr über Marsas Entscheidung denkt und was ihr auch über Harth Travis und seine Taten denkt.

00:43:33: Ja, glaubt ihr einen Komplizen?

00:43:34: oder glaubt ihr, vielleicht auch, dass er diesen Komplizen so ein bisschen vor sich erfunden hat, um die ganze Sache vielleicht zurechtfertigen?

00:43:41: Kann ja auch sein, wenn er am Drogen raus war, dass er dann lieber im Nachhinein gedacht hat, ach, komm, aber bestimmt jemand anders dran beteiligt.

00:43:47: Ich bin dazu ja nicht fähig.

00:43:48: Lasst uns das auf jeden Fall mal wissen.

00:43:49: Und

00:43:50: wenn euch die Folge gefallen hat, dann... Lasst uns auch gerne eine positive Bewertung da.

00:43:54: Ihr wisst, das hilft uns sehr, sehr, sehr weiter.

00:43:56: Daumen

00:43:56: nach oben,

00:43:57: abonniert uns und schaltet auf jeden Fall unbedingt nächste Woche wieder ein.

00:44:02: Bei Mordhochzwei, die zwei ist ausgeschrieben.

00:44:04: Bis dann.

00:44:05: Tschüss.

00:44:11: Das war Mordhochzwei mit Nadine Darascha und Sarah Wedler.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.